entwicklung eines lehr- und forschungszentrum für das „zentrum für molekularbiologie“ zmb an der universität graz

der hallenboden ist ein nach oben offenes und seitlich flexibles – also fließendes – system: forschung bildet die grundlage des konglomerats, aus denen am zmb beteiligten instituten. forschung bedeutet bewegung und benötigt bewegungsspielraum. der spielraum der werkhalle besteht eben darin, alle beschränkenden notwendigkeiten wie statik, technik und nebenräume an die randflächen zu drängen, statt sie inmitten des volumens zu integrieren. notwendige anpassungen an die zukunft erwartet die halle mit großer gelassenheit.

der boden der halle ist forschung und eben nichts anderes. der deckel der halle ist lehre. lehre verändert ihre inhalte, kaum jedoch ihre mittel. eine stärkere räumliche fixierung als im forschungsbereich ist unkritisch: ein hörsaal ist und bleibt ein hörsaal und hat eine tafel. irgendwo dazwischen sind die „betreiber“. der koch und der montageleiter haben traditionell kammern in der halle. dies gibt den nötigen abstand in beide richtungen. institutsgrenzen gibt es keine. kein raum, kein flur, kein treppenhaus ist im besitz nur des einen.

die grenzen zwischen lehre und forschung hingegen werden strikt gezogen. die hoffnung ist, dass ein verwischen der grenzen zu dem führt, was ziel dieser aufgabe war:  das zentrum zu schaffen, in dem kommunikation und gemeinsamkeit alles ist und blockdenken nichts.

wettbewerb unter leitung von prof. georg giebeler, 4000architekten, köln

entwicklung eines lehr- und forschungszentrums für das zmb der uni graz (3.preis)